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Erst einmal möchten wir uns allerdings für die Erwähnung im Artikel sowie im „HNA-Watchblog“ bedanken (jetzt, da unsere zweite Printausgabe draußen ist). Da auch der Kollege des Homberger Hinguckers verlinkt wird, fehlen eigentlich nur die kassel-zeitung sowie das StadtZeit Kassel Magazin, und die Blogroll von hnawatch.de wäre „vollständig“. Bei dem Artikelbild hat man sich in der Frankfurter Straße womöglich auch vom originalen HNA Watchblog inspirieren lassen: Es ist eine Lupe mit der Aussage, „Wir schauen genauer hin!“ Das Hinschauen traut man zwar dem Homberger Hingucker und uns zu, aber anscheinend nicht den Kollegen von der kassel-zeitung – über die es bei der ersten Nordhessen Media Lounge hieß, dass sie „echten Boulevard machten, weil dort wirkliche Geschichten „von der Straße erzählt“ werden. Dieser erste Schritt – und das lässt sich mit folgendem Zitat aus der Online-Redaktion des Quasimonopolisten untermauern – zeigt allerdings immerhin, dass man dort die lokalen Medien akzeptiert, statt totzuschweigen:
Es ist in Blogs ja durchaus üblich, auf andere Blogs zu verweisen. Gern wollen wir über unser Blog auch dafür sorgen, dass Sie vielleicht etwas mehr Traffic erhalten.
Jens Nähler in einer Antwort auf „Robert (anonym)“ am 03.05.2010 gegen 12 Uhr
Sowohl das originale „HNA Watchblog“ als auch das offizielle „HNA-Watchblog“ starte(te)n mit ambitionierten Zielen: Das Watchblog mit Leerzeichen als (politisches) Korrektiv mit Zusatzinformationen, das Watchblog mit Bindestrich um „einen schnellen und direkten Dialog mit [den] Lesern [zu] verbessern.“
Bislang (und es ist zu hoffen, dass wenigstens die Links im HNA-Watchblog bestehen bleiben) finden sich dort lediglich die Leserzuschriften zu einem „Aufreger über Pizzagrößen“ zusammengefasst und im Laufe des Tages vom verantwortlichen Redakteur beantwortet. Falls dieses Prinzip die Idee hinter dem HNA-Watchblog sein soll, brauchen wir von Nordhessische.de uns mit Sicherheit keine Sorgen über Konkurrenz zu machen, denn nicht nur ich, sondern auch Leser der einzigen gedruckten Tageszeitung in Nordhessen verstehen unter einem Watchblog etwas Anderes:
Unabhängigkeit ist aber ein klares Zeichen von Freiheit.
Deshalb finde ich die Bezeichnung "watch" deplatziert.
Zumal ihr ja Bildblog anführt.
Und da hat BILD absolut nix mit zu tun.Karlsson unterm Dach (anonym) am 03.05.2010 gegen 11 Uhr
Ich sehe in der aktuellen Form keinen Unterschied zum FR-Blog des „Leserverstehers“ Bronski bei der Frankfurter Rundschau und das hat mit einem Watchblog herzlich wenig gemeinsam. Zumal es nach meinem Verständnis auch in der Frankfurter Straße ein Pendant namens „Leo“ gibt.
In einer interessanten Studienarbeit über Watchblogs heißt es im historischen Abriss über die Entstehungsgeschichte:
In der Blogosphäre sprach sich die Idee schnell unter dem griffigen Motto „Adopt a Journalist“ herum. […] Im Internet gelten die Watchblogger seitdem als die Kontrolleure der Kontrolleure.
An dieser Stelle strauchelt das HNA-Watchblog (mit Bindestrich), da in letzter Instanz die Redaktion hinter dem Blog steht und die Artikel damit tendenziell nicht unabhängig sind. Ob man die Größe hat, auch harrsche oder unliebsame, aber berechtigte Blatt- bzw. Blogkritik auf der eigenen Plattform zuzulassen, wird sich erst zeigen. Noch steht da folgende Aussage des Geschäftsführers vom 24.12.2008 (sic!) im Raum (mit Hervorhebungen von mir):
Wir als "Quasimonopolist" lassen die Diskussion um unsere Arbeit (incl. sachlicher und unsachlicher Kritik) auf hna.de zu. Und Leserbriefe gibt es auch noch immer.
LINK: HNA Watchblog: Natürliche Grenzen einer guten Idee
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