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Martin Reuter schrieb:
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11.05.2010, 16:54 |
Mitmachen um jeden Preis Warum müsst Ihr eigentlich bei dieser grauenhaften Vergewaltigungs-Hysterie mitmachen? Gibt es in diesem Staat noch Unschuldige, Pubertierende, Priester und Hausfrauen oder solche, die es werden wollen? |
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Jonas schrieb:
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11.05.2010, 18:53 |
Re: Mitmachen um jeden Preis ... und was will uns der Autor damit sagen? Das man diesen Aufguß Goebbelscher Propaganda unkommentiert stehen läßt? |
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Martin (Redaktion Nordhessische.de) schrieb:
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11.05.2010, 21:28 |
Re: Mitmachen um jeden Preis Vielleicht hat Kollege Reuter ja die HNA gemeint, nicht Nordhessische.de? |
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Martin Reuter schrieb:
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12.05.2010, 8:53 |
Re: Mitmachen um jeden Preis Lieber Jonas, Du bist doch alt und aufgeklärt genug, um etwas mehr Gelassenheit in Deine Reaktionen einzubauen. "Goebbels-Aufguss" ist eine Aufregungs-Vokabel, die der HNA, also dem offiziellen Journalismus, wirklich würdig wäre. "Der Autor" meinte, dass eine online-Zeitung, die etwas anders machen möchte, m.E. nicht dasselbe (nur andersrum, also z.B. andersrum als Goebbels!) machen sollte. - Es gibt viele Dinge, an denen man vorübergehen sollte - nach dem schönen alten orientalischen Motto: Der Hund bellt, und die Karawane zieht vorüber. Die jeweilige (und jeweils vorauszusehende) Aufregungs-Steigerung ist m.E. der "Sache" undienlich. |
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Martin Reuter schrieb:
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12.05.2010, 9:20 |
Re: Mitmachen um jeden Preis Ich muss nach einigem Überlegen nochmal auf mich selbst antworten und insofern mein Begehren verschärfen. Worum es "sachlich" geht, sind die Vergewaltigungen von konkreten Frauen durch Siegermächte in Gestalt anonymer Einzelpersonen. (RACHE! Im Krieg ist das immer so, s. Jugoslawien) Worum es im öffentlichen Geschwätz geht ist die Frage, wieviel Geld oder Aufmerksamkeit man damit verdienen kann. Das ist eine krass verschiedene Haltung von der, die sich der Sache zuwendet. Das sind die Traumata der Vergewaltigten. Wenn sie Glück haben, haben sie Hilfe zur Erleichterung oder Ablösung gefunden; sonst werden sie das stumm ins Grab mitnehmen müssen. Oder sie werden dem Geschwätz von Historikern in Nadelstreifen anheimfallen wie Guido Knopp mit seinen hundert Folgen über den Nationalsozialismus. - Der "ausgewogene Jounralismus" mit seinen Unterstellungen und Hin- und Herwägungen wird dazu niemals etwas beitragen können. Deshalb wünsche ich mir einen anderen. |
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Hans Faber schrieb:
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12.05.2010, 7:04 |
Ohne Schön, dass hier so eifrig die Ehrenrettung Ehrenburgs betrieben wird, aber der eigentliche Sachverhalt aus dem Fokus gerückt wird. Mit Absicht?! Dem Ares-Verlag wird hier das Mäntelchen des Rechtsextremismus umgehangen, mit anderen Worten, hier wird versucht den Gegner mit der Nazikeule zu erschlagen. Ansonsten, Herr von Münch hat in dem HNA-Interview auch Stellung dazu genommen: 20 deutsche Verlage hatten das Manuskript abgelehnt, das Ding war offenbar zu unbequem, passte nicht in den Zeitgeist, der deutsche Opfer nicht gelten läßt, eine differenzierte Geschichtsbetrachtung für unerwünscht erklärt. Aber immerhin, die EMMA hat kürzlich vier Seiten aus dem Buch abgedruckt. Die störten sich nicht an dem Verlag. Und wenn ich mich bisher gescheut hatte das Buch zu kaufen, nach diesem Artikel der Nordhessischen werde ich das umgehend nachholen. |
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hans-peter schrieb:
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14.05.2010, 11:45 |
Re: Ohne Was Sie hier für einen Murks ablassen, Herr "Hans Faber"! Ehrenburg hat Ehrenrettung nicht nötig und der Ares-Verlag ist nachweislich nah zum Rechtsradikalismus. Und so, wie Sie hier "argumentieren", stellen sie sich selbst in ein "rechtes Licht". Gute Besserung! |
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Michael Vorwerk schrieb:
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19.05.2010, 22:09 |
Aus der Kloake Die Behauptung, Ilja Ehrenburg habe sowjetische Soldaten ausdrücklich zu Vergewaltigungen deutscher Frauen ermutigt, taucht seit etwa 1944 immer wieder in deutschen Publikationen ganz unterschiedlicher Seriosität auf. Regelmäßig kommt dabei eine Formulierung zum Einsatz, die sich als Zitat ausgibt und wörtlich lautet: “...brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen.“
Teils wird behauptet, ein solcher Aufruf Ehrenburgs an die Rote Armee sei in Form eines Flugblattes erschienen, teils auch, er stamme aus einem Artikel der “Prawda“ vom 24.07.1942.
Im Jahre 1962 veröffentlichte der Verlag Kindler in München die dreibändige Ausgabe der Memoiren von Ehrenburg (“Menschen, Jahre, Leben“); das war Anlaß für eine Unzahl eifernder Proteste, die regelmäßig die o.a. Äußerung wiedergaben.
Im Auftrage des Verlagshauses Kindler wandte sich der Münchner Rechtsanwalt Dr. Otto Gritschneder im selben Jahr an die Osteuropasammlung der Bayrischen Staatsbibliothek mit der Frage, ob die “Prawda“ einen Artikel Ehrenburgs enthalte, in dem sich jener angebliche Aufruf finde. Die Bayrische Staatsbibliothek teilte wenig später mit, man habe zwar die Artikel von Ehrenburg in der “Prawda“ ermittelt, keiner von ihnen enthalte aber einen derartigen Aufruf.
Nimmt man die Vita und das Werk des Schriftstellers, des Journalisten und großen Zeitzeugen Ilja Ehrenburg zur Kenntnis, des Mannes, der Umgang etwa mit Pablo Picasso, Amedeo Modigliani, Diego Rivera, Miguel de Unamuno, Isaak Babel, Ernest Hemingway, George Grosz und Bertolt Brecht pflegte (und dem all das hochgefährliche Nachstellungen übrigens auch der stalinistischen Propaganda brachte), dann darf man mindestens vermuten, daß Ilja Ehrenburg als Urheber eines derart barbarischen Aufrufes kaum in Betracht kommen dürfte.
Ich frage mich, wie unentwickelt historische Kenntnis und das Gespür für Sprache eigentlich sein müssen, um in jener abstoßenden Fälschung etwas anderes zu erkennen als das, was sie tatsächlich ist: eine Ausgeburt der Sprachkloake des Dr. Josef Goebbels.
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