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Jetzt wird im Artikel "Kein Raum für Diskussionen" der Inhalt des vermeintlichen Flugbatts in Auszügen wiedergegeben und der russische Wissenschaftler Andrej Blinuschow zitiert, der die Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten in einen Zusammenhang mit diesem "Flugblatt" bringt. Er behauptet diese Schrift sei als Flugblatt unter sowjetischen Soldaten Anfang 1945 verteilt worden.
Es ist anzunehmen, dass es sich bei diesem Produkt um eine Fälschung der Goebbelschen Propaganda handelt (wir berichteten und kommentierten), die 1944 unter deutsche Soldaten verbreitet wurde.
Blinuschow behauptet, das "Flugblatt" in einem Moskauer Archiv entdeckt zu haben. Ilja Ehrenburg kannte das "Flugblatt" schon vorher. Sowjetische Soldaten fanden dies bei gefangen genommenen deutschen Soldaten. Ehrenburg stellte in seinem Werk „Menschen Jahre Leben“ fest, „früher einmal haben die Deutschen Staatsdokumente gefälscht. Jetzt sind sie soweit, meine Artikel zu fälschen. Die Zitate, die der deutsche General mir zuschreibt, verraten den Verfasser nur zu deutlich.“
Nach Kriegsende setzten rechtsextreme Gruppen, Vertriebenenverbände und andere die von den Nationalsozialisten begonnene Hetze gegen Ehrenburg fort. Im Mittelpunkt ihrer Hetze stand und steht dabei die vermutlich von Nationalsozialisten produzierte Fälschung.
Ausführlich hierzu: Hans Goldenbaum, Nicht Täter, sondern Opfer? Ilja Ehrenburg und der Fall Nemmersdorf im kollektiven Gedächtnis der Deutschen, in: Hallesche Beiträge zur Zeitgeschichte, 2007/1, S. 7-38
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