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Denn der Leserbriefschreiber beließ es nicht bei seiner Kritik, Israel halte es nicht für nötig, "nur eine einzige UN-Resolution umzusetzen". Er wärmte auch das antisemitische Klischee der jüdischen Weltverschwörung auf: "Aber wen wundert´s. Steht doch die UN unter ihrer Kontrolle. Eine schöne neue Weltordnung haben sich die Zionisten dort erdacht." Um zu schließen mit der weltweit bekannten Friedensformel: "Ihre Quittung werden sie noch bekommen."
Was soll man dazu sagen? Ein jüdischer Witz mag helfen:
Im Jahr 1938 sitzen einander in der New Yorker U-Bahn zwei gerade eingewanderte deutsche Juden gegenüber. Der eine liest "Der Stürmer", das schreckliche Hetzblatt Julius Streichers. Der andere liest die jüdische Zeitung, den "Forvertz", und wird allmählich aufgeregt.
Endlich fragt er seinen Landsmann: „Wieso lesen sie dieses furchtbare Blatt? Es ist nur reiner Antisemitismus, Judenhatz.“
Der erste Jude guckt vor sich hin. Er sagt: „Schauen sie. Was steht in ihrer Zeitung? Überall sind die Juden Flüchtlinge. Man verfolgt uns. Man wirft Steine und Bomben in die Synagogen. Ich lese die Nazi-Zeitung, denn sie ist zuversichtlicher. Wir besitzen die Banken! Wir besitzen die großen Firmen! Wir beherrschen die Welt!"
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